Toxic Positivity: Ehrlich statt “good vibes only”!

Irgendwo auf dem Weg hin zu mehr Selbstoptimierung haben wir scheinbar übersehen, dass Gefühle wie Trauer, Schmerz, Wut, Ohnmacht, Hilflosigkeit usw. ebenfalls ihre Berechtigung haben. Auch sie möchten ausgekostet oder zumindest betrachtet und gewürdigt werden. Wenn wir zu schnell die rosarote Brille der neuen Möglichkeiten aufsetzen, werden wir uns selbst nicht gerecht. Diesen Optimismus-Zwang oder “Toxic Positivity” halte ich für ein neues Korsett. Ein kleiner Schlüsselsatz hilft, um dieser Falle zu entgehen.

Gut ist gut genug: Warum Perfektionismus keine Lösung ist

Nervt es dich auch, dass dein innerer Kritiker und Perfektionist dir ständig einreden will, du seist nicht gut genug? Wie wäre es, wenn du dir deine innere Freiheit und Souveränität zurückholst und den inneren Nörgler entmachtest? Lass uns übertriebene Perfektion als das entlarven, was sie ist: Ein altes und sehr deutsches Mindset, in dem “Anerkennung durch Leistung“ die Illusion ist. Wenn du “gut ist gut genug“ zu deinem Motto machst, wirst du zu mehr Selbstbestimmtheit und Selbstakzeptanz finden.

Es ist wie es ist: Tipps für mehr Gelassenheit

Gelassenheit hat viel damit zu tun, Dinge zu akzeptieren wie sie sind. Es geht um die sinnvolle Unterscheidung wann es sich lohnt, an der “Veränderungsschraube” zu drehen und wann es besser ist, loszulassen. Love it, change it or leave it sind hierfür die besten Wegweiser.

Trainiere dein “In-Perfekt”: Raus aus der Selbstoptimierungs-Falle

“Nur wenn ich etwas perfekt mache, bekomme ich Anerkennung.” – Kennst du das auch? Dieser weit verbreitete Glaubenssatz ist der Grund für übertriebenen Leistungswillen. Selbstoptimierung geschieht mit Leichtigkeit und Freude, wenn die innere Haltung stimmt. Trainiere deinen Selbstwertschätzungs-Muskel, dann kannst du entspannt wachsen.

Kopfsache. Perfekt oder vollkommen? 

Kopfsache. Perfekt oder vollkommen? 

Wenn der eigene Perfektionist uns wieder einmal so richtig schön am Wickel hat, macht es Sinn, die Perspektive zu wechseln. Ein Kopfstand (Kreativtechnik) macht es möglich: Er verändert die Sicht auf die Dinge. Für unseren übertriebenen und stressigen Selbst-Anspruch hilft diese Haltung auch. Unterscheide, ob du aus dem Gefühl heraus “es reicht nicht” – also aus einem Mangeldenken heraus – angetrieben bist. Oder ob du entspannt verstehst, dass eine Entwicklung noch nicht vollendet ist.